Donnerstag, 25. Februar 2010

Darwin Goethe




Eines scheint unbezweifelbar fest zu stehen, dass wir in den auf der Erde lebenden Lebensformen klar Verwandtschaft erkennen können.
Nun gibt es mindestens drei Möglichkeiten dieses Phänomen zu erklären.
Heute die gebräuchliche ist die Idee von Darwin. Leben hat sich von unten nach oben entwickelt. Letztendlich ist Leben aus der Materie entstanden. Durch zufällige Mutationen entstand über Jahr Millionen immer komplexere Gebilde, die mehr und mehr etwas an sich hatten, was man als lebendig bezeichnen kann. Selbst der Überlebenswillen als Motor der Entwicklung entstand rein zufälligerweise. Es bestand also nie der geringste Ansatz von Absicht. Auch die Formen von Absicht, die man bei Menschen beobachten kann, sind rein deterministisch aus dem Zufall entstanden. Selbst der gemeinte freie Wille entstand ohne jede Absicht.
Ein anderer Ansatz war Goethe vorgeschwebt mit seiner Idee der innewohnenden Urbilder. Goethe ging davon aus, dass alle Erscheinungen, sich zeigende Ideen sind. Er konnte nicht damit klar kommen, dass aus Dingen an sich irgendwann einmal so etwas entstand wie Ideen. Pflanzen waren für ihn lebende Ideen, Tier erlebende Ideen, und Menschen sich selber bewusst werdende Ideen. Ja selbst Steine waren für ihn keine Dinge an sich, sondern hart gewordene Idee. Es galt für ihn nicht mit Ideen die Erscheinungswelt zu ordnen, sondern in den Erscheinungen ihre innerste Idee zu lesen.
Die dritte Erklärungsmöglichkeit ist der Kreationismus. Es sass also irgendwann irgendwo draussen ein vielleicht bärtiger Kerl namens Gott, der dann eines schönen Tages begann die Welt zu schaffen. Diese Idee geht davon aus, dass die Welt von aussen her erschaffen ist.
Die Urbildidee von Goethe sieht das Welterschaffende in den Formen drin als Uridee, also dazugehörig. Bei Darwin entstand das erschaffende rein zufällig ohne Absicht.
Den Kreationismus kann man meiner Ansicht nach getrost zur Seite legen, ich kann diesen Ansatz nicht wirklich ernst nehmen. Ganz anders sieht es allerdings bei dem Erklärungsansatz von Goethe aus. Die Verwandtschaft ist da, kein Zweifel. Die Frage muss aber weiterhin gestellt werden dürfen, wieso, was ist die Ursache dieser Verwandtschaft. Noch nie wurde experimentell gesehen, wie sich eine Art aus der anderen entwickelt hatte. Und selbst wenn man es experimentell beweisen könnte, wüsste man noch immer nicht, was dazu als Motor gedient hatte. War es der Überlebenskampf, der dank Zufall eine neue Art erschaffen hatte, oder könnte man die Verwandtschaft nicht genau so gut aus einer sich verwandten in beiden Arten innewohnenden Uridee erklären?.
Der eigentliche Schwachpunkt an der Erklärungsweise von Darwin ist für mich das zur Hilfe nehmen des Überlebenswillen. Ja was ist den ein Überlebenswillen? Kann man den mit Molekülen zusammen mixen? Oder ist die Idee des Überlebenswillen eben nicht doch auch eine primitive Art der Vorstellung von Urbildern?
Es geht dabei nicht darum ab zu streiten, dass das was wir als Fersen haben beim Pferd beim Menschen die Knie sind. Dass das was wir als Finger haben beim Pferd einmal verwachsen war zum Huf. Zu offensichtlich ist da die Verwandtschaft. Es geht einzig und alleine darum zu bezweifeln, dass hier einzig und alleine die elementaren Naturgesetzte der Physik eine solch komplexe Auswirkung haben können. Natürlich bewirkte die Anziehungskraft die Kräftigung beider Skelett Formen. Doch die Idee des Gehens, kann ich beim besten Willen aus keinem elementaren Naturgesetz ableiten.
Es geht also nicht darum die Evolutionstheorie zu bestreiten. Viel mehr geht es darum zu vermuten, dass es noch mehr Gesetze geben muss als die vier messbaren Grundkräfte der Physik.
Wenn wir sehen, was wir aus den grundlegenden Einsichten von Newton in das Phänomen Licht uns erschaffen konnten, ist das sehr beeindruckend. Das Licht als messbare Frequenz erkannt, wurde extrem beherrschbar. Ein CD Player und vieles andere mehr wäre ohne diese Einsichten nicht denkbar. Nur darf auch die Frage gestellt werden ist das die ganze Wahrheit vom Licht? Wieso ist Rot etwas, dass mich sammelt, wenn ich es betrachte, Blau aber etwas, dass sich öffnet? Könnte es nicht sein, dass auch im Phänomen Licht noch etwas zu finden ist auf einer anderen Ebene als dem Messbaren? Ist da die Idee von Goethe dass Blau entsteht wenn Finsterniss hinter Licht steht und Rot entsteht wenn Licht durch Finsterniss getrübt wird, nicht vielleicht doch nach wie vor richtungsweisend? Beschreibt er hier nicht eine nächst höher Gesetzlichkeit im Licht, die die messbare Gesetzlichkeit keineswegs ausschliesst, sondern ergänzt!
Ganz besonders in Anbetracht der bedrohenden wieder Heraufwälzung des bärtigen Gottes, der alles erschaffen haben soll, finde ich es ausgesprochen wichtig ehrlich darüber zu diskutieren, wo der Determinisums an seine Grenzen stösst. Das es aber hinter diesen Grenzen und Ungereimtheiten noch etwas haben könnte, gibt uns Goethe berechtigte Hoffnung.
Darüber hinaus kann ich mir sehr gut vorstellen, dass wir durch die Erforschung der Urbildern oder Ideen in den Dingen drin, eben solche massiven Fortschritte erreichen könnten, wie durch das messen der Farbfrequenzen. Besonders im Bereich der Medizin, könnte ich mir ein tieferes verstehen von Urbildern als fruchtbar vorstellen. Wenn man die Öllampe von Newton vergleicht mit einem heutigen Hochfrequenzlasers, sieht man wie weit wir durch seine Bahnbrechenden Erkenntnisse gekommen sind. Ich glaube ein besseres verstehen von Urbildern könnte durchaus vergleichbare Revolutionen auslösen.
Ein ganz grosses Problem um in eine solche Richtung zu forschen, sehe ich darin, dass man Naturgesetze zwar messen kann und experimentell beweisen kann. Ideen hingegen lassen sich nicht messen. Das Werkzeuge um mit Ideen umzugehen sind nicht Mikroskope, Telesokope oder Spektralanalysen, sondern das Denken. Denken kann man allerdings genau so exakt wie man etwas messen kann.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.