Dienstag, 18. Mai 2010

Roger de Weck

Roger de Weck wird neu die SRG leiten.
Ich habe nach ihm geguuurgelt und bin auf einen Aufsatz von ihm gestossen, den ich wirklich nicht erwartet habe von einem angehenden Chef der SRG;
Im Nachlass des Philosophen Walter Benjamin fand sich ein Fragment aus dem Jahr 1921, erste Notizen zu einem unvollendeten Essay: «Im Kapitalismus ist eine Religion zu erblicken, das heisst der Kapitalismus dient essenziell der Befriedigung derselben Sorgen, Qualen, Unruhen, auf die ehemals die sogenannten Religionen Antwort gaben», schrieb Benjamin. Kapitalisten würden den Kult des Zweckmässigen auf die Spitze treiben: Das Nützlichkeitsdenken «gewinnt unter diesem Gesichtspunkt seine religiöse Färbung». Doch handle es sich um eine Religion «ohne Dogma», ganz ohne Theologie, da sich die Schar der Gläubigen immer nur an das halte, was jeweils gerade nützlich sei. Einzig und allein die Praxis zähle, es sei «eine reine Kultreligion, vielleicht die extremste, die es je gegeben hat».
Das Jahr 2009 hat den Visionär des Jahres 1921 nicht widerlegt. In der Krise hat der Kapitalismus seine drei wirtschaftsliberalen Dogmen — weniger Regeln, weniger Staat, weniger Rücksicht auf Verlierer — so schnell und bedenkenlos beseitigt, dass im Nachhinein klar wird: Diese Dogmen waren gar keine, sie bemäntelten nackte Interessen. Und die Interessenlage hat sich bei Ausbruch der Finanzkrise schlagartig verändert. Regulierung gilt nicht mehr als Strangulierung, der jüngst noch g...weiter

Für mich ist aber das Vertrauen in das Schweizer Radio solange nicht wieder herzustellen, bis dieses Radio bereit ist auf die vielen Fragezeichen rund um 9/11 ernsthaft einzugehen. Trotzdem keimte in mir beim lesen des Artikels von Roger de Weck eine leise Flamme der Hoffnung auf, dass die momentane Pressediktatur Schweiz doch eines Tages wieder zu einem Staat werden könnte, den man nicht mehr als hinterhältige Diktatur bezeichnen muss. Ob allerdings ein neuer Chef der SRG aus dem Schweiz, wieder eine Demokratie machen kann ist fraglich. Ein Staat der hemmungslos mit den Pharmalobbyisten der WHO kooperiert und bereit ist für ihren Profit sein ganzes Volk vorsätzlich vergiften zu lassen (Schweinemärchen und co). Ein Staat der mit der USA verhandelt, die mitten in New- York drei Wolkenkratzer sprengt und die Tat nachher einer Weltreligion in die Schuhe schob, nur um zwei neue Kriege vom Stapel zu lassen. Ein Staat der nichts unternimmt, um auf zu klären, was da chemisch über ihrem Land versprüht wird (Chemtrails).
Dass die Schweiz so tief fallen konnte, lag zu einem guten Teil daran, das die Presse nicht mehr ihrem Auftrag nach kam ohne Rücksicht der Wahrheit auf den Grund zu gehen. Ob es allerdings reicht einen neuen Chef der SRG zu erhalten, der wirklich noch bereit ist nach zu denken (siehe Artikel von ihm oben), ist vermutlich leider doch eher Wunschdenken.

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