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Donnerstag, 16. September 2010

8 Milliarden Könige

Eine Antwort auf den wunderbaren Artikel von Freeman
Das Leben eines freien Menschen in unserer Gesellschaft auf Alles Schall und Rauch

Ich möchte kein Selbstversorger sein. Ich bin zum Beispiel froh einen Computer zu haben. Auch wenn ich mein ganzes Leben daran setzen würde, ich würde nie einen Computer selber bauen können. Ich müsste nach Afrika reisen und Germanium schürfen. Ich müsste eine Anlage bauen, die Prozessoren auf Nanoebene ätzen kann. Ich würde tausend Jahre brauchen und daran scheitern. Ich schätze es auch ein Hemd zu tragen, dass so fein gewebt ist, wie früher nur Könige es tragen konnten. Es ist nicht die Abhängigkeit, die mich zum Sklaven macht. Es ist die über ihre Kompetenzen heraus greifende Wirtschaft, die mich versklavt. Wenn die Wirtschaft bestimmt wie die Bildung sein muss, damit sie noch mehr Gewinne machen kann. Wenn die Wirtschaft bestimmt, wie das Recht sein muss, damit die Reichen noch reicher werden. Dann werde ich erst zum Sklaven. Die Wirtschaft darf sich ruhig vernetzen, aber sie hat nicht das Recht das Rechtswesen nach ihren Bedürfnis zu biegen. Sie hat nicht das Recht Lehrpläne zu fordern. Da müssen wir dagegen stehen. Niemand kommt auf die Idee einem Chiphersteller vor zu schreiben, ob er nun besser Germanium oder Wolfram einsetzt für sein Nanobeschichtungen. Das wissen diejenigen, die davon etwas verstehen am besten. Aber alle haben das Recht darauf zu bestehen, dass nicht alle Länder, die Wolfram und Germanium Erze haben im Krieg und Armut versinken müssen, nur damit man sie in aller Ruhe ausplündern kann. Da hört die Kompetenz der Wirtschaft auf. Und genau daran leiden wir. Wir haben die Wirtschaftsinteressen über die Kultur und das Recht gesetzt. Das kann nicht gut gehen. Es geht nicht darum eine moderne Welt in die Steinzeit zurück zu setzen, sondern Steinzeitrecht der Grosskonzerne dem modernen Leben an zu passen. Und modernes Leben ist nun mal, dass jeder König ist und das Recht hat selber zu bestimmen, ob er sich für Computerbau interessiert oder vielleicht mehr für Philosophie. Ob er lieber in der Landwirtschaft arbeitet oder Lehrer werden will. Könige darf man auch nicht vertreiben, bombardieren oder sie zu etwas zwingen. Mit Königen muss man mit Respekt umgehen auch wenn es 8 Milliarden sind. Und niemand soll nun behaupten, die Welt würde sich weniger schnell entwickeln, wenn wir uns alle mehr respektierten. Und genau dieser Respekt fehlt den Grosskonzernen.

Kommentare:

  1. Mann, der hatte ja ganz schön viel Werbung in seinem langen Text über den freien Menschen. Ob er dafür bezahlt wird? Mir hat der Text nichts gebracht. Ja, Du hast schon recht mit der Selbstversorgung. Wenn man so darüber nachdenkt, fallen einem eine ganze Menge Dinge ein, die man allein oder mit einfachen Mitteln nicht machen kann, die aber irgendwie wichtig sind. Schon haben wir eine Menge Zwecke, für die zu arbeiten sich lohnt. Es müsste nur irgendwie anders organisiert sein. Der finanzielle Gewinn dürfte keine Rolle spielen. Es müsste nachhaltig sein. Die Grenzen der Selbstversorgung sollte man ruhig mal austesten.

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  2. Hallo K.M.

    Dein Besuch freut mich!
    Ich weiss die Diskussion über den bedingungslosen Grundlohn ist keine leichte. Mich faszinieren aber die Umkehr vom Arbeiten aus Existenzangst in Arbeiten aus Lust, Freude, Dankbarkeit und aus innerer Freiwilligkeit.

    Der Mehrwert menschlicher Leistung entsteht ja erst in der Zusammenarbeit. Auf sich alleine gestellt würde der Mensch nicht einmal sprechen und laufen lernen. Lohnarbeit hat somit etwas absurdes. Ausserdem unterstellt Lohnarbeit dem Menschen, dass er von Natur aus asozial und faul sei. Das Lohnsystem rechtfertigt sich in dem es sagt, die Gesellschaft funktioniert nur, wenn der einzelne dazu gezwungen wird, über den Zwang seiner Existenzsicherung.
    Dabei arbeite ich doch in dem Wunsch mich zu beteiligen! Der Lohn am Schluss gleicht einer Ohrfeige. Das war doch im Kern nicht meine Absicht etwas heraus zu schlagen, sondern etwas dazu zu fügen.
    Ausserdem würde ohne Lohn nichts mehr produziert, nur um produziert zu werden. Es bräuchte keine Werbung mehr und keinen Wachstumszwang. Wie unsere Gesellschaft weiter in die Moderne schreitet, sollte aus der Summe der Kreativität jedes einzelnen entstehen.
    Ich glaube Lohnarbeit ist ein erstarrtes System, das der menschlichen Natur nicht (mehr) entspricht.
    Abgesehen davon lassen sich verschiedene Arbeiten auch nicht mit einander vergleichen. Somit ist jede Lohnhöhe Phantasterei.

    Liebe Grüsse
    patrick
    P.S;
    Sicher kennst Du diese Frau schon;
    http://grundeinkommenimbundestag.blogspot.com/

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  3. Gut gesagt, das mit der Ohrfeige. Klar kenne ich Susanne. Ich interviewte sie mal und traf sie danach noch ein paar mal in Berlin. Daniel Häni traf ich auch mal in Berlin.

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  4. bin über deinen kommentar bei asr hierher gekommen. dein kommentar fand ich sozusagen "outstanding"...

    viele grüsse j

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  5. Hallo J

    Ja ja,
    Alles Schall und Rauch fördert auch das "outstanding".
    Nicht im Sinn des sich ausschliessen, sondern im Sinne des freien Findens seines eigenen Standpunktes. Ein eigener Standpunkt ist die Voraussetzung, für ein anschliessendes eigenständiges sich Einbringen.
    Gerade die Vielfalt der Kommentare auf ASR beweist doch, dass da hart gearbeitet wird. ASR ist ein Teil der freien Wandzeitung; Internet.
    Da reale Wandzeitungen in der sauberen Schweiz leider nicht erwünscht sind, geniesse ich um so mehr die digitale.

    Viele Grüsse patrick

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