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Montag, 1. November 2010

Ein kleines Reason Tutorial



Ein kleines Tutorial,
wie man mit dem Thor Synthesizer
ein Malisches Saiteninstrument generieren kann.

Und so tönt das ganze am Schluss

Wir brauchen
einen Thor
einen Redrum
und eine Dr. Rex Drummaschine
Im Thor lassen wir das default Instrument Epic Poly
Wir brauchen nur einen Oszillator, die anderen zwei stellst Du auf aus. Den verbleibenden ersten auf den einfachsten, ein analog Oszillator. Er wird auf eine reine Sinuskurve eingestellt.
Dazu brauchen wir im Filter 1 ein Formant Filter. Filter Env und Amp Env aktivieren. Dazu etwas Delay und Chorus. Delay mit recht grosser Time Verzögerung. Die genauen Einstellungen (siehe Bild 1). Verbinde den Thor mit einem Mixer oder direkt mit dem Hardware Device, je nachdem ob Du später noch weitere Instrumente dazu fügen möchtest.


bild 1
bild 1



Nun kommt das Noten schreiben. Ich habe auf fünf viertel Takt eingestellt.
(siehe Bild 2)


bild 2
bild 2



Das gibt etwas das verträumte tänzerische. Die Melodie ist vier Takte lang. Zusammen sind das 20 Viertel. Da wir später noch ein Dr. Rex mit vier Viertel Takt dazu nehmen, kommt der fünf Viertel Takt mit dem vier Viertel Takt genau nach zwanzig Vierteln wieder zusammen. Das gibt dem ganzen einen einfachen Poly- Rhythmus.
Die zwei mal in denen ich die Melodie wiederhole, habe ich sie einfach leicht verziert. Die Melodie ist zudem aus zwei einfachen pentatonischen Läufen zusammengesetzt und anschliessend je einmal gespiegelt. Der Mensch hört in der Musik gerne gespiegeltes. Das wussten schon Bach und co.
(Siehe Bild 3)


bild 3
bild 3





Bis jetzt tönt das ganz sehr gläsern, weil ja der Thor ein ast reiner Sinuskurven Ton produziert. Dieses Sterile brechen wir jetzt auf indem wir mit Hilfe des Programmer vom Thor zwei Rhythmusinstrumente in diesen Ton hinein weben.

Wir brauchen also einen Redrum. Von ihm brauchen wir nur den ersten Kanal und stellen ihn auf CR_Disco. Die Schläge stellen wir in der Resolution auf 1/16 die Steps auf zehn. Zwei mal Zehn sechzehntel geben genau einen fünf viertel Takt. Ich habe auf 1 ein medium Schlag gesetzt und auf 4 ein Hard Schlag. Nicht vergessen den Redrum auf Run schalten, damit er losbrettern kann.

(siehe Bild 4)


bild 4
bild 4





Da der Redrum einen Stereo Ausgang hat und wir damit einen einzige Audio Eingangsspur des Thor manipulieren wollen, brauchen wir nun einen Spider Audio, um die zwei Ausgangskanäle des Redrum zu einem Signal zusammen zu führen. Dazu kehren wir mit Hilfe der Tab Taste das Rack um und können so auf der Rückseite unsere Geräte neu verkabeln. Ich habe sie anschliessend gleich daneben wieder in den Spliter gesteckt. Dies ist nicht unbedingt nötig. So könnte ich die Signal in meinem Projekt später noch anderweitig verwenden. Das Signal kommt nun beim Thor in den Audio imput 1 Eingang.
(siehe Bild 5)


bild 5
bild 5




Das gleiche machen wir nun mit einer Dr. Rex Drummaschine. Ich habe unter der Reason Faktory Sondbank/ bei Dr Rex Percussions Loops/ das Congas_02a_120.rx2 gewählt. Nach etwas Qual der Wahl natürlich...(-;
Das ganze habe ich bei OCT zwei Oktaven heruntergeschraubt und in TRANSPOSE auf das ober a gestellt. Mit der Tab Taste wieder das Rack auf die Rückseite drehen. Und mit einem zweiten Spider Audio die zwei Audioausgänge wieder zusammenführen und anschliessend beim Thor in Audio imput 2 Eingang stöpseln. Nicht vergessen den Dr. Rex auf PREVIEW stellen, damit er trommelt!
(Siehe Bild 6)


bild 6
bild 6




Nun geht es nur noch darum die zwei Eingesteckten Audio Signaleingänge im Thorprogrammer dazu zu bringen, dass sie den Ton modulieren. Dazu gehen wir in den grünen Programmierbereich. Dort löschen wir zuerst alles was da schon programmiert ist mit den CLR löschtasten. In der ersten Reihe klicken wir bei SOURCE auf das kleine Dreieck. Wir wählen die unterste Option Audio Eingang und stellen diese auf 1
Das ist der Eingang in den nun unsere Signale vom Redrum kommen. Mit diesem Signal modulieren wir nun unseren Filter 1 indem wir bei DEST auf das kleine Dreieck klicken und dort Filter 1 wählen und in diesem Untermenü wiederum Audio Eingang auswählen. Das klingt cool.
Das gleiche machen wir nun mit dem Dr. Rex congas Signal. Auf der zweiten Zeile wieder bei SOURCE auf das Dreieck klicken und den untersten Eintrag Audio Eingang gehen, dort auf 2 einstellen. 2 ist ja genau dort wo wir den Rex angeschlossen haben. Bei ihm wählen wir bei DEST Osz1 das ist unser Oszillator. Bei Osz1 wählen wir FM. Das klingt ebenfalls cool.
Bei AMOUNT in der ersten Zeile auf ca. 72 stellen und in der zweiten Zeile auf ca.-53
Ins Minus kommt man, wenn man mit der auf der Zahl gedrückten Maus nach unten fährt. Ins Plus kommt man, indem man mit der auf der Zahl gedrückten Maus noch oben fährt.
(Siehe Bild 7)


bild 7
bild 7




Und fertig ist unsere Saharaweise!

Hier
kannst Du die fertige Reasen 4 Datei herunterladen einfach rechts klicken und Ziel speichern unter wählen. Falls Du kein Reason hast, kann ich Dir auf keinen Fall davon abraten es zu kaufen. Die Leute von Probellerhead haben hier wirklich eine kleine Wundersoftware gemacht zu einem erschwinglichen Preis, die sich auf jeden Fall lohnen wird.
Viel Spass beim Probellerheaden.



P.S;
Wenn der Redrum auf Run ist, sollte man ihn am Schluss in den Noten Sequenzer herausschreiben, sonst ist beim wieder öffnen der Datei das Run aus und man wundert sich vielleicht, wieso plötzlich alles so fad klingt. Dazu einfach irgendwo im Redrum rechts klicken und Pattern in Sequenzer kopieren wählen.
Das gleiche gilt für den Dr. Rex.
Wenn er auf PREVIEW gestellt ist, geschlossen wird und wieder geöffnet wird ist das RREVIEW weg. Bei Dr. Rex einfach neben dem Button RREVIEW auf den Butten TO TRACK klicken. Aber unbedingt darauf achten, dass man im Noten Sequenzer auch diese Dr. Rex Drummmaschine ausgewählt hat, sonst schreibt er es einfach irgendwo hin. Das wäre dann auch ärgerlich..

Hier noch der Link zu einem Reason Videotutorial

Kommentare:

  1. Endlich einmal ein les- und umsetzbares Tutorial, das zu weiteren Experimenten einlädt. Danke
    Helmut

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  2. Hallo Helmut

    Das freut mich. Ich sollte noch mehr Tutorials machen.
    Du bist ja wieder zurück aus dem gefährlichen Texas und machst wieder spannende Schüler Projekte.
    Ich habe jetzt auch ein Projekt angefangen an der autonomen Schule Zürich.
    Oben in meinem Blog hat es ein Video dazu.
    Ich gebe einen Webseitengestaltungs Kurs.
    Einstieg in HTML CSS javascript und Bildbearbeitung mit GIMP.
    Ich bin froh, das gibt mir wieder etwas Perspektiven. Ich kam einfach nicht mehr weiter mit meinen Bäumen und dem Vue Landschaftsprogramm.
    Eine Geschichte für einen Trickfilm fällt mir auch keine ein.


    liebe Grüsse
    patrick

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  3. Lieber Patrick
    Wie wäre es, wenn du die Moritat von Mittendrin und doch daneben in einen Trickfilm umsetzt? Du findest sie auf meinen Seiten. Falls du aber einen Text brauchst, schicke ich ihn dir gern.
    Liebe Grüße aus Wien
    Helmut

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  4. Hallo Helmut

    Das Radio Poly Projekt ist etwas ganz besonderes.
    Wenn ich mich daran erinnere, wie Schule war,
    und sehe wie hier die Teilnehmer voll motiviert sind.
    Dazwischen sind Welten.
    Ich verfolge den Radio Poly Blog gerne.

    Zum Trickfilm;
    Leider ist das nicht so einfach.
    Eigentlich sollte ich schon lange aufhören mit 3d
    3d kann nur von grossen Teams umgesetzt werden.
    An einem Kino Trickfilm arbeiten einige Tausend Menschen meist viele Jahre lang.
    Ich wusste das nicht, als ich mit 3d angefangen habe.
    An meinem Marion, der zeigt wie man Eislichter macht, habe ich drei viertel Jahre gearbeitet, meist sieben Tage die Woche und fast jeden Tag von Morgens bis tief in die Nacht. Daraus wurden gerade einmal 8 Minuten Trickfilm mit einer absolut simplen Geschichte.
    Das ist extrem desillusionierend!
    Nun gebe ich schon ein ein halb Jahre lang einen Computerkurs für Sans Papiers in Zürich. Ich dachte anfangs, vielleicht entsteht daraus ein Trickfilmstudio.
    Ich musste aber inzwischen einsehen, dass man 3d nicht so schnell schnell mal in 2 Jahren lernen kann. Ich selber arbeite nun sieben Jahre damit, und bin immer noch voll dabei die Grundlagen zu erlernen.
    Der Kurs macht zwar sehr Spass. Doch ein Trickfilmstudio werden wir vielleicht in zehn Jahren zustande bringen vorher ist so etwas nicht möglich.
    Also auch hier ziemlich desillusionierend...
    Da ich fünfzig bin und endgültig aus der Arbeitswelt heraus geflogen bin, mache ich trotzdem weiter. Ich kann es mir so zu sagen leisten.
    Das Internet ist voll von Animationen. Darum denken die meisten, so etwas geht im Hand um drehen. Leider oder auch nicht leider ist das nicht so.
    Wenn ich wieder einmal einen Trickfilm machen würde, müsste er aus einer extrem kurzen einfachen Geschichte bestehen. Das ist aber bei der Gedichtvertonung Mittendrin und doch daneben überhaupt nicht der Fall. Um so etwas um zu setzten bräuchte es hunderte von Menschen, die je tausende Stunden arbeiten würden.
    Ein Trickfilm machen beinhaltet mindestens ein Dutzend Berufe.
    Zeichner, Modellieren, Rigger die jenigen, die das Knochenskelett bauen und programmieren, dann Texturierer, dann Musiker, Tonspezialisten, Filmschneider, Drehbuchschreiber, Storybordzeichner, Regie, Landschaftsgestalter und und und. Schaue einmal wenn Du im Kino warst und Dir einen Trickfilm angesehen hast nachher auf den Abspann! Da fahren tausende von Namen mit den unterschiedlichsten Berufen über die Leinwand. Dann wenn die meisten Kinobesucher schon dabei sind den Saal wieder zu verlassen. Niemand der es nicht weiss, hat auch nur die geringste Ahnung was hinter dem so eben gesehenen Film für eine riesige Arbeit gesteckt hatte.
    Es tut mir also Leid auf Deine Anfrage absagen zu müssen.
    Umso mehr möchte ich Eurem Projekt Radio Poly alles gute wünschen.
    Es ist super was ihr da macht.
    Einige, die daran teilnehmen, werden vielleicht in ein paar Jahren in die Trickfilmproduktion kommen. Mit so viel Elan, den ihr da freisetzt, könnte das möglich werden.

    Liebe Grüsse
    patrick

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  5. Lieber Patrick
    Danke für deine ausholende Antwort. Mir ist absolut klar, was es bedeutet, einen Trickfilm zu machen, da ich mich auch ein bisschen mit Blender gespielt und einige Bücher über Animation gelesen habe. Ja, das braucht langen Atem und eine Esels- oder Engelsgeduld. Es ist eine einsame Arbeit. So einsam wie das Schreiben. Was mich daran so fasziniert, dass man eben alles in Personalunion gleichzeitig ist. Vom Design der Kulissen über den Sound bis hin zu den Avataren und vielleicht sogar noch Autor einer selbst erfundenen Story.
    Nein: Ich habe dir die Moritat nicht angeboten, damit du daraus in mühseliger und jahrelanger Arbeit einen Trickfilm erstellst. Ich habe mir nur gedacht, dass sie als animierter Comic auch funktionieren könnte. Und das mit einfachsten Mitteln. Sogar ein Strichmännchen würde da genügen. Also überhaupt nichts Aufwendiges. Diese Fähigkeit hast du sicher, dass du das auf die Basics herunterbrichst und daraus trotzdem was Sehenswertes machst. War nur ein Vorschlag, da du auf der Suche nach einer umsetzbaren Idee warst.
    Übrigens nehme ich als Projektleiter von RadioPoly nun Abschied und schaue mich nach neuen Herausforderungen um. Mir schwebt ein multimediales Theaterprojekt mit Jugendlichen vor. Dazu aber braucht es Räumlichkeiten undundund...
    Finde ich toll, dass du dein Knowhow weiter gibst. Vielleicht solltest du einfach von deinem hohen Anspruch weg hin auf leicht Realisierbares, was nicht so schnell frustriert, weil man nicht erst nach Jahren Ergebnisse sieht.
    Wenn ich etwas mit Jugendlichen mache, muss ich dem Umstand Rechnung tragen, dass nicht alle dabeibleiben, einmal der ausfällt und dann die und oft haben sie einfach den Kopf mit anderen Dingen voll. Auch dafür muss Zeit sein: Zum Hinhören! Das ist es, woraus ich schöpfe und was ich dann allen für das mir entgegengebrachte Vertrauen in Form einer fertigen Radiosendung oder einem Video, das wir meistens an einem Nachmittag machen, zurück gebe.
    Also kurz mein Rat, um zunehmender Desillusionierung vorzubeugen: Einfach. Kurz. Wenig. Dafür aus der Lebenswirklichkeit derer schöpfend und auf sie Rücksicht nehmend, die an deinem Knowhow interessiert sind.
    Liebe Grüße in die Schweiz und lass dich nicht desillusionieren.
    Helmut

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  6. Hallo Helmut

    Es ist ja auch nicht so schlimm, wenn am Schluss keine Filme dabei heraus kommen. Das wichtigste ist, dass ich jeden Tag weiss, was ich arbeiten kann. Im Moment bin ich auch darum mehr von der realisierung grosser Projekte weg gekommen, weil ich als Lehrer so viel wie möglich lernen möchte.
    Dank meinem Kurs bin ich auf Blender um gestiegen. Vorher arbeitete ich mit Cinema 4d. In Cinema 4d gibt es so gut wie keine Commiunity, keine Tutorials einfach nichts. Jeder arbeitet für sich.
    Blender ist da ganz anders. Es gibt extrem viele Tutorials. Die Leute stellen hunderte fertig geriggte Figuren zur Verfügung zum Download, damit man sich anschauen kann, wie sie das gemacht hatten. Es gibt super Foren. So bin ich noch auf lange Zeit voll ausgelastet mit Tutorials zu machen. Und es kommen laufend neue dazu. Dabei kann ich viel viel viel lernen für meinen Kurs.

    Ich drücke Dir auf jedenfall alle Daumen, dass Du ein geeignetes Lokal findest, für Deinen Theaterkurs. Ich denke Jugentliche haben grosse Freude an Dir. Du kannst ihnen viel mit auf ihren Weg geben. Alles das, was Schulen verschlampen. Schulen sind bald nur noch da Industriefutter her zu stellen. Sie denken Menschen seien Maschinen, die man nur richtig programmieren muss. Es ist eine Schande unsere Bildungslandschaft, wirklich.

    Wir an der ASZ (autonome Schule Zürich) haben auch immer wieder Raumprobleme. Bis ende Jahr können wir zum Glück in der Barake bleiben auf dem Güterbahnhofareal. Danach wollen sie dort eine riesiges Gefängniss bauen. sie stecken die Leute lieber in Knast, als ihnen eine Chance zu geben etwas zu lernen. Manchmal denke ich mir heut zu tage spinnen die Römmer. Es sind wirklich keine guten Zeiten.

    Hier noch der Link zu unserer Kurswebseite;
    http://asz3d.ch/
    Sie wird nicht so gut gepflegt. Ich müsste mir Zeit dazu nehmen.
    Der erste Teil des Filmes dort ist etwas trocken.
    aber im zweiten Teil sieht man, wie wir zusammen blenderen..!

    liebe Grüsse
    patrick

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  7. Hallo Kieselsteine..
    immer weiter den weg verfolgen. Ich habs auch mit Blender bzw. 3D aufgegeben - das Problem liegt dabei aber nicht am Programm sondern an mir. Ich bin gerne ein Mensch der alles anfängt, was interessant erscheint. Leider vergisst man dabei aber oft das dabei, was einem wichtiger erscheint.. Bei mir ist es die Musik!
    Den Absatz mit dem Arbeitsleben kann ich so auch unterstreichen - auch wenn ich erst 32 bin. In meiner Berufssparte und in meiner Gegend ist absolut nichts zu finden. Dabei soll Bayern deutschlandweit die niedrigste Arbeitslosenquote besitzen.

    Gruß, Thomas

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  8. Hallo Thomas

    Dann ist es bei mir gerade umgekehrt!
    Ich habe es aufgegeben Gitarre zu spielen,
    weil ich sah, dass ich mich entscheiden muss.
    Jetzt mache ich nur noch 3d.
    Dass Du keinen Job findest in Deinem Beruf ist traurig.
    Ich hoffe Du gehst Deinen Weg trotzdem,
    ganz egal in was für einer seltsamen Gesellschaft wir zurzeit leben.
    Hast Du einen Link zu Deinem musikalischen Schaffen?
    Ich wünsche Dir alles Gute

    liebe Grüsse
    patrick

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