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Dienstag, 7. Juni 2011

Das innere Königreich


Das innere Königsreich

Wo bin ich gelandet?
Ich lebe in einem Körper.
Er hat Augen.
Die Augen sind sehr reif.
Sie sind reine Boten.
Sie sagen mir wann sie Rot,
wann sie Blau,
wann sie gelb sehen.
Würde Rot in den Augen kribbeln
Blau ziehen,
Gelb stechen,
Ich wäre blind.
Nur weil meine Augen so weise sind,
dass sie selber ganz ruhig bleiben,
kommt die Farbe als Botschaft durch.
Ähnlich alt und weise ist meine Nase,
Meine Ohren,
Mein Gleichgewichtssinn,
Meine anderen Sinne.
Etwas jünger und noch weniger erfahren,
sind meine Gefühle.
Sie wühlen mich auf.
Angst wollte mich auf Gefahr hinweisen.
In ihrem Übermut bringt sie meinen ganzen Bauch in Spannung.
Es fällt mir schwer die Botschaft zu verstehen,
weil die Spannung so laut und stark ist.
Die Freude wollte mir sagen, dass etwas gut ist.
Vor lauter innerem Jauchzen geht die Botschaft oft ganz unter.
Die Wut wäre da, um mir mit zu teilen, dass ich handeln sollte.
Doch das Adrenalin ist zu grosszügig ausgeschüttet,
und lässt mich über reagieren.
Die Gefühle sind Bürger meines inneren Königreich.
Ich selber bin der König.
Grau und verschlafen sitze ich in mitten von meinem Reich.
Die Gefühle lärmen und stochern, jauchzen und toben.
Ich höre nur den Aufruhr in den Hallen, die Hallen die mein Körper bilden.
Vor lauter Aufruhr höre ich ihre Botschaft nicht.
Ich denke,
ich bin meine Gefühle und verstehe nicht,
dass sie eigentlich sein sollten wie meine Augen.
Einfach Boten.
Ich bin ein König überzogen mit Spinnengewebe.
Ich bin ein König im tiefem Traum.
Es wäre endlich Zeit für mich auf zu wachen.
Es wäre Zeit mein Hofstaat kennen zu lernen.
Es wäre Zeit von meinem Thron auf zu stehen,
Und mein Hofstaat liebe voll zu lenken.
Es wäre Zeit die Botschaften zu hören
und nicht in reiner Körperlicher Reaktion versinken zu lassen.
Doch meine Kräfte sind noch nicht stark genug.
Ich sage ich sei beleidigt.
Dabei weiss ich eigentlich, dass mir Beleidigung zu gestossen ist.
Und ich nicht wirklich selber beleidigt bin.
Dabei weiss ich eigentlich, dass es an mir selber liegt, davon betroffen zu sein
oder nicht.
Dabei weiss ich eigentlich, dass Beleidigung die nicht zu trifft nicht relevant wäre,
und trotzdem werde ich wütend.
Oder ich meine es zumindest.
Denn ich bin nie wütend, nie glücklich, nie in Sorge
Das ist nur mein Hofstaat, der mir von der Welt erzählt.
Ich möchte mich mit meinem Hofstaat auf den Weg machen zu lernen.
Bis alle meine Gefühle so edel geworden sind, dass sie selber ganz ruhig bleiben.
Dafür aber ihre Botschaften mitteilen können.
Meine Gefühle sind wie kleine Kinder.
Ich darf nicht wütend werden auf sie, wenn sie viel zu laut sind.
Es hilft nichts schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich wieder einmal über reagiere.
Ich brauche ein gutes Gewissen.
Ich brauche viel Liebe für meine Gefühle.
Ich muss ihnen Mut machen, dass ich sie sogar besser höre, wenn sie leise sprechen.
Langsam werden sie reifer werden.
Eines Tages werden sie reif sein wie meine Augen.
Ich werde mit ihnen diese Welt ganz neue sehen können.
Milliarden von Farben werden dazu kommen.
Ich werde kein alter verschimmelter König mehr sein.
Ich werde strahlen in hellstem Licht.
Ich werde durch mein Königsreich hin durchsehen in die andere Welt.
Meine neuen Augen werden meine reifen Gefühle sein.
Selbstlos und reine Wegweiser.

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